Aus dem Pottland in die Welt

Sie verschönerte die Tische reicher Amsterdamer Kaufleute wie die armer englischer Bauern: die farbenfrohe, oft reich verzierte, hochwertige Keramik aus dem „Pottland“. So nannte sich die historische Töpferregion zwischen Weser und Leine, in der vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert tonnenweise Geschirr für Haushalte in ganz Nordeuropa hergestellt wurde. Mit den ersten europäischen Siedlern gelangte die Keramik aus dem Pottland sogar bis in die Neue Welt.

Ein früher „niedersächsischer“ Exportschlager, dessen europaweite Ausstrahlung und große historische Bedeutung für die Region jetzt erstmals eine Ausstellung im Weserrenaissance Schloss Bevern zeigt: „Aus dem Pottland in die Welt“ heißt die Ausstellung, die von fünf niedersächsischen Museen gemeinsam erarbeitet wurde. Fünf Jahre wissenschaftlicher Arbeit stecken in dem, mit öffentlichen Fördermitteln und von zahlreichen Sponsoren unterstützten Ausstellungsprojekt. Ein reich bebilderter Katalog von ca. 250 Seiten Umfang gibt neben den Ausstellungen erstmals ein wissenschaftlich fundiertes, ausführliches Bild der 850jährigen Tradition des Töpfereihandwerks im Pottland. Bis 25. November ist die Ausstellung zu sehen. 

www.pottland.de

 

 

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